1.Korinther 14,1 – kraftlos, machtlos, ahnungslos

Natürlich können Sie sagen, der zweite Teil des Satzes interessiert Sie nicht. 1. Korinther 14,1  

1Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!

Es scheint mir aber doch vernünftig zu sein, davon auszugehen, dass Paulus schon seine Gründe hatte, nicht nach der Liebe einfach aufzuhören.

Liebe ohne Macht

Das mit der Liebe macht keinen Sinn, wenn Sie die Liebe nicht umsetzen können.

Wenn Sie keine Macht haben, die Liebe auch auszuführen oder durchzusetzen, dann können Sie in Ihrem Herzen soviel Liebe haben, dass Ihre Haare sich rosa färben: Die Liebe ist trotzdem sinnlos.

Sie müssen die Liebe gegen den Teufel oder das Böse durchsetzen. Das können Sie aber nicht, wenn Sie Methoden benutzen, in deren Handhabung der Teufel ebenfalls geübt ist. Denn der Teufel ist eine übernatürliche Macht; der ist Ihnen mit Sicherheit meilenweit überlegen.

Und Sie können sich das Argument sparen, dass Jesus doch den Teufel besiegt hat. Das hat er zwar; aber wenn Ihre Argumentation richtig ist, dann hätte Paulus in der Beschreibung der Waffenrüstung Gottes einen groben Fehler gemacht (Eph 6,11).

Fehlerhaftes Werkzeug

Überhaupt stellt sich die Frage, wie Sie das Reich Gottes bauen wollen, wenn Sie nur weltliches Werkzeug haben. Wenn Sie mit den gleichen Methoden bauen, mit denen auch der Teufel baut, dann soll etwas göttliches dabei herauskommen?

Etwas, wo der Teufel nichts gegen machen kann? Das glauben Sie doch selbst nicht; schließlich hat der Teufel die passenden Werkzeuge, um Ihr Werk zu zerstören.

Wenn Sie ein übernatürliches Reich bauen wollen, brauchen Sie übernatürliche Werkzeuge und Methoden. Sie brauchen das, was in 1.Korinther 12 in mehreren langen Listen steht. Denn was dabei herauskommt, wenn man weltliche Methoden benutzt, um Gottes Reich zu bauen, können Sie an der evangelischen Kirche in Deutschland prima sehen.

Jesus und die Jünger

Es wird wohl auch einen Grund gehabt haben, warum Jesus seine Jünger zu seinen irdischen Lebzeiten selbst mit übernatürlichen Gaben ausgestattet hat. Er hat die Jünger in die Dörfer geschickt, um Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben und das Evangelium zu verkünden.

Er hat von Ihnen verlangt, dass sie den 5000 Gästen zu essen geben.

Er hat sich sehr aufgeregt, als sie dem mondsüchtigen Jungen nicht helfen konnten.

Paulus hat Recht

Wenn Sie aus der Liebe – sei es zu Gott, sei es zu den Menschen – etwas machen wollen, brauchen Sie dazu eine übernatürliche Ausrüstung.

Und weil Sie wissen müssen, was Sie als Nächstes und wie tun können oder sollen, darum ist Weissagung die höchste übernatürliche Gabe.

Sie können ja mal überlegen, wie oft Sie schon etwas aus eigenen Liebe haben machen wollen, und wie oft es daneben gegangen ist. Weil es sehr fehleranfällig ist, wenn Sie nur sich selbst als Ratgeber haben.

Also: Trachten Sie nach der Weissagung. Wenn Sie nichts hören, können Sie nichts wissen.